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#Gefördert: Wenn der Rechtsextremismus in die Klasse kommt
24.07.2026
Das Klassenzimmertheater von Luis Lüps und Theresa Meidinger bringt die Themen Vorbilder, rechtsextremes Gedankengut und Gruppenzugehörigkeit eindringlich und mit emotionaler Nähe zu den Schüler*innen.
Jonas hat Stress zu Hause, hat wenig Selbstbewusstsein. Er fängt mit dem Boxen an und kommt schließlich mit Jessica zusammen, die er schon lange angehimmelt hatte. Ihr Bruder nimmt ihn mit auf Partys, verbotene Konzerte und Treffen, bei denen rechtsextreme Parolen gebrüllt werden. Irgendwann brüllt Jonas mit, denn die Zugehörigkeit in der Gruppe gibt im Halt und Anerkennung. Als schließlich sein Freund Mohamed mit Jessica zusammenkommt, kippt die Freundschaft und Jonas begeht einen Fehler, den er sich auch als Erwachsener nicht verzeihen kann. Was er getan hat, erzählt Luis Lüps alias Jonas, als wäre es gerade eben passiert – mit enormer Präsenz bezieht er Schülerinnen und Schüler mit ein und bleibt nah an der Gefühlswelt der Jugendlichen.
So plötzlich wie das Theaterstück in der Klasse beginnt, endet es auch wieder. Doch zum Konzept von „Deine Helden – Meine Träume“ gehören auch Reflexion und Resonanz im Anschluss. Im Workshop mit der Theaterpädagogin Theresa Meidinger beschäftigen sich die Schüler*innen mit Fragen wie: Was gibt mir Kraft? Wo sind meine Grenzen? Was sind meiner Träume und wo beginnt gesellschaftliche Verantwortung?
„Die Kinder waren begeistert! Es entwickelte sich in der Folgestunde eine lebhafte Diskussion, bei der die Schülerinnen und Schüler sehr reflektiert und kritisch mit dem Stück umgingen.“
Feedback einer Lehrkraft
Einmaliges Konzept zur Prävention von Rechtsradikalisierung
Das Theaterstück hat die Dramatikerin Karen Köhler vor über zehn Jahren geschrieben, doch die Themen und Konflikte sind bis heute aktuell. Vor dem Hintergrund des stärker werdenden Rechtsrucks nimmt „Deine Helden – Meine Träume“ Jugendliche ernst und ermutigt sie auf Augenhöhe, kritisch zu denken und eine eigene Haltung zu entwickeln.
„Vielen Dank für Ihren gestrigen Besuch und das eindrucksvolle Theaterstück, das unsere Schüler*innen sichtlich bewegt hat.“
Feedback einer Lehrkraft
Das Besondere dabei ist, dass das Theater in die Klassen kommt und auch denjenigen Teilhabe ermöglicht, die nicht ins Theater gehen (können). Sowohl das Stück als auch der anschließende Workshop sind je 45 Minuten lang und somit gut in den Schulalltag integrierbar.
„[…] ich wollte euch beiden noch ein Kompliment aussprechen – in mir und ich denke auch in den Studierenden hat es noch richtig nachgearbeitet, das Stück. Gerade, weil es so unvorbereitet war. Ich glaube, das wird nicht so schnell vergessen.“
Feedback einer Lehrkraft
Hinter der Produktion steht der GRINS e.V., welcher u.a. kulturelle Bildung, künstlerische und theaterpädagogische Projekte insbesondere durch die Arbeit mit unterschiedlichen Kultur- und Zielgruppen verfolgt. Unsere Dachstiftung für individuelles Schenken hat die Theateraufführungen 2026 mehrfach gefördert. Damit die Aufführungen zu einem kleinen Unkostenbeitrag für die Schulen durchgeführt werden können, unterstützen viele Förderer die Produktion mit Spenden.