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#Gefördert: Hilfe für die geflügelten Verlierer des Klimawandels

05.06.2026

Dr. Christiane Haupt und ihr kleines Team im hessischen Frankfurt kümmern sich mit Hingabe um kranke und verletzte Mauersegler. Mit jedem heißen Sommer leiden die Tiere mehr.

Eigentlich haben Menschen und Mauersegler jahrhundertelang gut zusammen gelebt – so gut, dass die ortstreue und ausschließlich in Europa brütende Art komplett auf Nistplätze an Häusern angewiesen ist. Das wird ihr zum Verhängnis, denn moderne Gebäude haben keine Hohlräume oder andere Plätze, an denen die Vögel eine Alternative fänden. Dazu kommt, dass sich die Nester bei den immer heißer werdenden Sommern auf 60 °C aufheizen können und die flugunfähigen Jungvögel aus den Nestern flüchten, fallen und sich verletzen.

So war es auch bei Pigolino, einer der rund 1.000 Schützlinge, die die Mauerseglerklinik 2025 versorgte. Beim Sprung aus dem überhitzten Nest brach sich der kleine Vogel ein Bein, seine Geschwister überlebten den Sturz nicht. Nur durch eine tierliebe Touristin landete er schließlich bei Dr. Christiane Haupt, die sich seit über 30 Jahren auf die Mauersegler spezialisiert hat und europaweit die einzige staatlich anerkannte Station betreibt, in der die Tiere medizinisch versorgt, professionell aufgepäppelt und wieder ausgewildert werden können. Pigolino blieb bis Anfang 2026 in der Klinik, denn sein Gefieder entwickelte sich nicht richtig und er benötigte nach der Mauser neben Flugstunden auch eine Reparatur seiner beschädigten Schwungfeder. Da die Tiere den Winter in Afrika verbringen, wurde er dort mit zwölf seiner Artgenossen im Januar wieder in die Freiheit entlassen.

Dr. Christiane Haupt beim Auswildern der Vögel | Foto: M. Stammbach

Die Mauerseglerklinik spricht 2025 von einer „Höllensaison“. Noch nie mussten so viele Vögel versorgt werden, der Platzmangel war groß. Im Sommer brachten besorgte Menschen fast täglich geschwächte und verletzte Tiere. Allein 10 Kilo Grillen verfütterte das Team jede Woche, jeder Vogel muss sechs bis sieben Mal am Tag von Hand gefüttert werden. Mauersegler sind wie viele weitere Tierarten vom Klimawandel massiv betroffen und vom Aussterben bedroht. Ihr Überleben hängt von menschlicher Hilfe ab.

Förderpartner*in Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V. 
Gefördert von Dachstiftung für individuelles Schenken 

Die Mauerseglerklinik finanziert sich über Spenden und Patenschaften.

Pigolino und sein Freund Paulus werden in der Mauerseglerklinik aufgepäppelt | Foto: E. Brendel


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Katrin Schubert aus der Kommunikation der GLS Treuhand

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