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#Gefördert: Chansons zwischen Erzählen und Erinnern
24.04.2026
Vier Stimmen und ein Klavier – mehr braucht es nicht, um eine ganze Welt zum Klingen zu bringen: Das sind Die Daffkes. Mit Chansons aus den 1920er Jahren erzählen sie Geschichten vom Leben – mal leise, mal laut, ehrlich und mit viel Herzblut.
Die Daffkes führen Musikstücke jüdischer Komponisten auf, ordnen sie historisch ein und machen sie so als Teil der Erinnerungskultur erfahrbar. Erinnerungskultur bewahrt unser gemeinsames Gedächtnis, indem sie auf die Vergangenheit blickt und ihre Bedeutung für die Gegenwart sichtbar macht. Sie ist wichtig, um aus der Geschichte zu lernen, demokratische Werte zu stärken und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern. Das gelingt durch lebendige, offene Formate, die Wissen vermitteln, Gefühle ansprechen und verschiedene Perspektiven einbeziehen – genau das machen die Daffkes mit ihren Chansons.
Dabei kann für die Daffkes jeder Ort zu Bühne werden. Sie ziehen vor allem in ländlichen Gebieten von Ort zu Ort und machen so jeden Spielort zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Einzige, was die Zuschauenden mitbringen müssen, ist ein Klappstuhl.
Mehr Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt
Die Klappstuhlkonzerte des Chanson-Ensembles werden von der Dachstiftung für individuelles Schenken in der GLS Treuhand gefördert und finden in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein LandCineasten e.V. statt. Dieser möchte ein vielfältiges Kulturangebot schaffen, um die Lebensqualität im ländlichen Ostdeutschland zu steigern. Das mobile Bühnenprogramm der Daffkes entlastet die lokalen Kulturvereine, die oft nur über begrenzte Mittel, Zeit und Personal verfügen. Gleichzeitig ermöglicht es den Bürger*innen gemeinsames Erleben und stärkt das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt – vor allem in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung ist das wichtiger denn je. Wir ziehen unseren Hut vor diesem Projekt. Chapeau!