Erlebbare Lokalgeschichte:
Stadtteil-Historiker stellen Ruhrgebietsprojekte vor
Bochum, 19.11.2021
Zwei Jahre haben 18 Stadtteil-Historiker*innen aus dem Ruhrgebiet mit finanzieller und fachlicher Unterstützung recherchiert, geforscht und malocht. Auf der feierlichen Abschlussveranstaltung im Deutschen Bergbau-Museum Bochum stellen sie nun ihre Arbeiten aus sechs Städten des Ruhrgebiets vor. Mit dabei sind Vertreter*innen der Kooperationspartner, die das Programm tragen, wie die Gerda Henkel Stiftung und die Bürgerstiftung Duisburg.
Pressemitteilung als PDF
Geprägt durch die Motivation, die Gesellschaft an den aufgedeckten Geschichten teilhaben zu lassen, haben die Stadtteil-Historiker*innen in ihrer Forschungszeit einzigartige, historische Ergebnisse gesichert. Die Abschlussveranstaltung ist damit neben der feierlichen Ehrung dieses Engagements zugleich der Startpunkt für die Veröffentlichung aller Ergebnisse für die breite Öffentlichkeit.
Die Projektorte der Stadtteil-Historiker sind wie folgt verteilt:
- 7 x in Bochum
- 1 x in Dinslaken
- 2 x in Dortmund
- 6 x in Duisburg
- 1 x Essen
- 1 x Recklinghausen.
Lernen Sie die Stadtteil-Historiker*innen mitsamt ihren lokalen Projekten kennen. Zur feierlichen Abschlussveranstaltung und Bekanntgabe der Ergebnisse laden wir Sie herzlich ein:
- Dienstag, 23. November 2021 von 17.00 - 18.00 Uhr mit anschließendem Ausklang (Einlass ab 16:30 Uhr)
- Auditorium des Deutschen Bergbau-Museums Bochum,
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum.
Programm:
- Begrüßung
Dr. Hermann Falk, Vorstandsmitglied GLS Treuhand e. V. - Spurensuche - Werkstatt-Treffen - Brücken in die Zukunft
PD Dr. Dietmar Bleidick, Projektkoordinator Stadtteil-Historiker Ruhrgebiet - Gesprächsrunde Bürger*innen, die Geschichte schreiben
Hinweise für die Presse
Für Fragen und Interview-Wünschen mit Mitgliedern der Jury oder den Stadtteil-Historiker*innen sowie für eine Anmeldung wenden Sie sich gerne jederzeit an nebenstehenden Pressekontakt. Es gilt die 2G+ Regel (geimpft oder genesen plus Nachweis eines negativen Testergebnisses). Aufgrund der schnell wechselnden Lage bitten wir Sie, sich am Veranstaltungstag hier im Pressebereich oder über den Pressekontakt über geänderte Zugangsregeln zu informieren.
Über die Stadtteil-Historiker
Die Durchführung der Stadtteil-Historiker im Ruhrgebiet ist eine Kooperation von Gerda Henkel Stiftung, Bürgerstiftung Duisburg, Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets, Ruhr Museum und GLS Treuhand. Für das Projekt Stadtteil-Historiker brachten die Kooperationspartner*innen insgesamt 27.000 Euro auf. Mittels Juryentscheid wurden 2019 aus zahlreichen Bewerbungen 18 Stipendien vergeben. Jede*r Stadtteil-Historiker*in erhielt ein Recherchebudget in Höhe von 1.500 Euro und eine fachliche Begleitung durch den Projektkoordinator PD Dr. Dietmar Bleidick. Entwickelt wurde das Projekt Stadtteil-Historiker von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.
Jurymitglieder
Klaus Becker, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Duisburg; Prof. Dr. Stefan Berger, Direktor des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets; Dr. Hermann Falk, Vorstandsmitglied der GLS Treuhand, Bochum; Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums, Essen; Dr. Angela Kühnen, Vorstandsmitglied der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf
Über den GLS Treuhand e.V.
Die GLS Treuhand fördert mit Ideen und Geld gemeinnützige Vorhaben für eine aktive, demokratische und offene Bürgergesellschaft. Sie unterstützt mit ihren Stiftungen soziale, ökologische und kulturelle Lern- und Entwicklungsfelder. Daneben verwaltet und berät sie unselbständige und selbständige Stiftungen. Durch Spenden, Schenkungen und Erbschaften förderte sie 2019 mit ihren zahlreichen Partner*innen rund 900 Projekte mit 16 Millionen Euro.
Die Jury
![]() | Klaus Becker | Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Duisburg |
![]() | Prof. Dr. Stefan Berger | Direktor des Instituts für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets |
![]() | Prof. Dr. Heinrich Theodor Grütter | Direktor des Ruhr Museums, Essen |
![]() | Dr. Angela Kühnen | Vorstandsmitglied der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf |
![]() | Dr. Hermann Falk | Vorstandsmitglied der GLS Treuhand, Bochum |
Stimmen aus dem Projekt
Klaus Becker, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Duisburg
„Die Duisburger Bewerbungen haben mich nicht nur aus Liebe zur Heimatstadt besonders fasziniert, sondern auch wegen ihrer Bandbreite. Damen und Herren im Alter von 28 bis 70 Jahren zeigen die vielschichte Entwicklung Duisburgs im Wandel der Zeit. Einzelne Stadtteile, Friedhöfe, Denkmäler oder die Geschichte der Migration werden untersucht. Ein vielversprechendes Projekt, das wir gern begleiten.“
Prof. Dr. Stefan Berger, Direktor des Instituts für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets
„Die Initiative Stadtteil-Historiker beginnt damit, eine wichtige Leerstelle in der Geschichtskultur des Ruhrgebiets zu füllen. Wir brauchen mehr Unterstützung für lokale Initiativen, die sich die Erforschung von Aspekten der Geschichte ihrer unmittelbaren Lebensumgebung widmen. Dies kann durchaus aufbauen auf eine starke Tradition einer breiten Geschichtskultur in der Region, diese wiederum stärken und dazu beitragen, eine Geschichtskultur ‚von unten‘ in der Region weiter auszubauen – in Richtung einer Quartiers- und Nachbarschaftsgeschichte.“
PD Dr. Dietmar Bleidick, Projektkoordinator Stadtteil-Historiker Ruhrgebiet
„Die Stadtteil-Historiker sind etwas ganz Besonderes. Ihre Forschungen leben von persönlichen Erfahrungen und der Kenntnis des lokalen Umfeldes. Es geht ihnen um einen vielfach vergessenen Schatz - die ungeschriebene, ortsbezogene Geschichte der Menschen in ihrer Heimat.“
Dr. Hermann Falk, Vorstandsmitglied GLS Treuhand
„Jede Geschichte enthält ein Stück Identität, die durch die abschließende Präsentation für andere erlebbar wird. Nur durch den neugierigen Austausch erhalten wir uns eine offene Gesellschaft und gegenseitiges Verständnis. Das kann und muss Zivilgesellschaft gerade in Zeiten der Gegensätze leisten!“ begründet Hermann Falk, Vorstandsmitglied der GLS Treuhand, das Engagement des Vereins."




