Aktuelles
Gemeinsam für eine starke Zivilgesellschaft
24.02.2026
Zivilgesellschaft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen: füreinander, für die Umwelt, für eine offene Gesellschaft. Auch wir als gemeinnütziger GLS Treuhand e.V. sind Teil dieser Zivilgesellschaft – und wollen hier zeigen, wofür sie steht.
Ein Jahr nach der umstrittenen „Kleinen Anfrage“ der CDU im Bundestag zeigt sich für uns erneut: Die Debatte um politische Neutralität darf nicht zur Infragestellung engagierter Zivilgesellschaft werden.
Zivilgesellschaft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen: füreinander, für die Umwelt, für eine offene Gesellschaft.
Auch wir als gemeinnütziger GLS Treuhand e.V. sind Teil dieser Zivilgesellschaft – und wollen hier zeigen, wofür sie steht.
Zivilgesellschaft bedeutet:
- Engagement von Bürger*innen
- Vielfalt
- überwiegend ehrenamtliches Wirken
- Verantwortung übernehmen – unabhängig vom Staat
- und ein unverzichtbarer Beitrag für eine lebendige Demokratie
Sie ist so vielfältig wie die Menschen, die sie tragen: Vom Schrebergartenverein über integrative Zirkusarbeit, Beratungsstellen für Opfer von Gewalt, Umweltbildungsprojekte, gemeinschaftliche Bauerhöfe bis hin zu Theater- und Musikförderung – in Deutschland gibt es über 600.000 zivilgesellschaftliche Organisationen. Sie bilden das Rückgrat für gemeinwohlorientiertes Handeln.
Zivilgesellschaft wirkt – oft leise, aber nachhaltig.
Gerade viele gemeinnützige Organisationen arbeiten im Hintergrund. Sie vernetzen, ermöglichen, schaffen Räume für Ideen und Engagement. Genau solche Strukturen halten unsere Demokratie tragfähig.
Was hat das mit uns zu tun?
Wir als GLS Treuhand e.V. sind Teil der Zivilgesellschaft. Als gemeinnützige Organisation fördern wir Initiativen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Wir sind Vermittlerin, Netzwerk und Ermöglichungsraum – und bringen Stifterinnen, Spender und gemeinnützige Projekte zusammen, damit Wirkung entstehen kann.
Warum wir das jetzt betonen
Heute vor einem Jahr hat die CDU-Fraktion im Bundestag die sogenannte „Kleine Anfrage“ gestellt. Wir haben uns damals dazu geäußert – und schauen aus heutiger Sicht wieder auf die Debatte. Mehr als je zuvor ist es wichtig, Haltung zu zeigen und für unsere Werte und für eine offene Gesellschaft einzustehen.
Zivilgesellschaft gerät aktuell zunehmend unter politischen Druck. Engagement wird delegitimiert, Begriffe wie „NGO“ politisch umgedeutet. Umso wichtiger ist es, sichtbar zu machen, was Zivilgesellschaft wirklich ist – und warum sie geschützt werden muss. Denn wenn Räume für Engagement schrumpfen („shrinking spaces“), schrumpft auch Demokratie und damit das Gemeinwohl.
Demokratie und Gemeinwohl brauchen eine starke, plurale Zivilgesellschaft. Und Menschen, die sie ermöglichen, stärken und schützen. Hierfür setzen wir uns als gemeinnütziger Verein und als Netzwerkpartner für viele zivilgesellschaftliche Organisationen ein.
FAQ - Häufige Fragen
Im weiteren Sinne kann die GLS Treuhand als NGO bezeichnet werden. Gleichzeitig unterscheidet sie sich klar von dem, was heute oft unter „NGO“ verstanden wird:
NGO steht für Nicht-Regierungs-Organisation. Der Begriff beschreibt Organisationen, die aus der Zivilgesellschaft heraus gegründet wurden, nicht staatlich organisiert sind und unabhängig von Regierungshandeln agieren. Er sagt in dieser weiteren Deutung nichts darüber aus, ob eine Organisation regierungskritisch, parteipolitisch oder aktivistisch ist.
Die GLS Treuhand wurde aus der Zivilgesellschaft heraus gegründet, ist unabhängig vom Staat organisiert und gemeinnützig tätig. Aber: Die GLS Treuhand entspricht nicht dem klassischen NGO-Bild, das häufig mit öffentlich sichtbarer Kampagnenarbeit, politischem Aktivismus oder operativer Projektarbeit verbunden wird.
Die GLS Treuhand ist überwiegend nicht operativ tätig. Ihre zentrale Rolle ist die einer Vermittlerin und Ermöglicherin: Sie bringt Vermögen, Ideen und Projekte zusammen, leitet Geld von Stifterinnen und Spenderinnen an gemeinnützige Organisationen weiter – und agiert insofern als informeller Knotenpunkt im zivilgesellschaftlichen Netzwerk, meist im Hintergrund. Insofern bezeichnet sich der GLS Treuhand e.V. als „ZGO“ – als Zivilgesellschaftliche Organisation.
Der GLS Treuhand e.V. ist ein eingetragener Verein, der sich in seiner Arbeitsweise überwiegend wie eine Stiftung verhält – ein sogenannter Stiftungsverein. Dieses Modell ist etabliert und wird auch von anderen bekannten Organisationen genutzt.
Die GLS Treuhand finanziert sich durch private Zuwendungen, Unternehmensspenden sowie durch Erträge aus der eigenen Vermögensanlage (TREUGEA). Öffentliche Zuschüsse für einzelne Projekte sind im Verhältnis gering.