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#Gefördert: Zum Kaffeetrinken auf den Friedhof?!

01.04.2026

Kaffee und Kuchen bei einem netten Plausch über Gott und die Welt – die Bürgerstiftung Stuttgart hat mit dem Café Kränzchen auf zwei Friedhöfen neue Begegnungsräume geschaffen.

Besucher*innen bei Café Kränzchen | Foto: Bürgerstiftung Stuttgart

Denn die meisten Menschen besuchen die Gräber allein, doch schon mit ein paar Stühlen und Tischen entsteht ein Miteinander. Auf dem Hauptfriedhof in Bad Cannstatt und auf dem Stuttgarter Pragfriedhof können Friedhofbesucher*innen und Passant*innen an den liebevoll eingerichteten Tischen spontan Platz nehmen, sich an selbstgebackenen Kuchen bedienen und miteinander ins Gespräch kommen – alles kostenlos. Warum veranstalten die vier Hauptamtlichen und 30 Ehrenamtlichen den Kaffeeklatsch? Ganz einfach: Die Vereinsamung in Deutschland nimmt zu und das Café Kränzchen ist ein niedrigschwelliges Angebot, um Menschen zusammenzubringen, ohne dass sie dabei ihre gewohnten Wege verlassen müssen.

Die Idee kommt bei den Cafébesucher*innen gut an

„Bevor ich meinen Kaffee alleine zuhause trinke, komme ich doch lieber hier vorbei“, sinniert eine ältere Dame. Die Gäst*innen sind laut der Cannstatter Zeitung aus den unterschiedlichsten Gründen dabei. Mal aus Neugier: „Eine Bekannte hat mir davon erzählt, und ich wollte einfach mal sehen, was das ist. Wenn ich Zeit habe, komme ich wieder.“ Mal im Anschluss an den Besuch eines Grabes: „Dann habe ich den Aushang gesehen. Ich habe große Hochachtung vor denjenigen, die das hier ehrenamtlich machen. Das will ich unterstützen. Allein, dass sie an diesem Ort so ein Podium bieten, ist grandios.“

„Es ist schön, dass das Angebot so gut angenommen wird“, berichtet eine der Ehrenamtlichen. Für die Projektinitiatorin Katja Simon von der Bürgerstiftung Stuttgart liegen die Höhepunkte des Projekts insbesondere im Engagement der Helfer*innen sowie in den dankbaren Rückmeldungen der Gäst*innen. An einzelnen Tagen ist der Besucherandrang so groß, dass nicht alle Interessierten teilnehmen können. Eine Erweiterung der Kapazitäten kommt laut Simon jedoch nicht in Betracht, um die ehrenamtlichen Helfer*innen nicht zu überlasten.

Trauer ist häufig Thema der Gespräche, so Simon: 

„Gäst*innen erzählen von ihren verstorbenen Angehörigen und dabei fließt auch mal die eine oder andere Träne. Doch das Schöne ist, dass das hier im Leben stattfindet.“

Das Projekt Café Kränzchen wird in Kooperation mit katholischen und evangelischen Kirchengemeinden von April bis Oktober durchgeführt und von der Dachstiftung für individuelles Schenken in der GLS Treuhand gefördert.

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