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Engagement für erneuerbare Energien: Der Energiewende-O-Mat ist da!
04.07.2023
Deutschlands erster und einziger Energiewende-O-Mat: Eine neue Online-Plattform zur Unterstützung der Energiewende ist an den Start gegangen. Das Forschungsprojekt engage stellte am 24. Juni 2023 den Energiewende-O-Mat vor. Dabei handelt es sich um "Deutschlands erste und derzeit einzige digitale Anlaufstelle für Bürger*innen, die sich aktiv in die Energiewende einbringen wollen". Auf energiewendeomat.de finden die Nutzer*innen Projekte und Initiativen, bei denen sie sich finanziell oder persönlich engagieren können.
Wer sich aktiv an der Energiewende beteiligen möchte, kann ganz einfach beim Energiewende-O-Mat einige Fragen zu sich selbst und seinen Engagementwünschen beantworten. Zum Beispiel:
- Wie möchtest Du Dich an der Energiewende beteiligen?
- Möchtest Du in ein Energiewende-Projekt investieren oder selbst Ökostrom produzieren?
Anhand der Antworten schlägt die Plattform dann Projekte vor, die genau den Interessen entsprechen, zum Beispiel mit einer regionalen Ausrichtung. Dadurch spart man sich mühsame Recherche und kannst direkt mit dem Einsatz für die Energiewende starten. Einfach mal ausprobieren:
„Die große Mehrheit der Deutschen unterstützt die Ziele der Energiewende und sehen diese als eine Gemeinschaftsaufgabe. Allerdings sind nur wenige Menschen tatsächlich an ihrer Umsetzung beteiligt. Das liegt auch daran, dass oftmals Informationen und niedrigschwellige Möglichkeiten zur Teilhabe an Energiewendeprojekten fehlen. Mit dem Energiewende-O-Mat wollen wir diese Lücke schließen“, erklärt Dr. Kathleen Pauleweit.
Die wissenschaftliche Referentin beim engage-Projektpartner Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) war maßgeblich an der Entwicklung des Online-Tools beteiligt.
Der Energiewende-O-Mat basiere auf der Idee des Wahl-O-Mat und funktioniere ganz ähnlich, so Pauleweit: „Die Nutzer*innen beantworten einige Fragen zu sich und zu ihren Wünschen für ihr Engagement. Auf Basis der Antworten schlägt der Energiewende-O-Mat dann Projekte vor, die den Interessen – etwa eine Verankerung in der jeweiligen Region – der Nutzer*innen am besten entsprechen.“
Für den Energiewende-O-Mat haben die engage-Wissenschaftler*innen in der Forschungsphase nicht nur acht aktuelle Energiewendeprojekte von Unternehmen, Genossenschaften, Verbände und Initiativen aus ganz Deutschland ermittelt, sondern auch fünf Beteiligungsmodelle identifiziert, die breiten Teilen der Bevölkerung einen möglichst einfachen Zugang ermöglichen:
- Finanzielle Beteiligung, z.B. über Bürgerenergiegesellschaften
- Freiwilliges Engagement, etwa in lokalen Energiewendeinitiativen
- Information und Beratung, z.B. Energieberatung durch Verbraucherzentralen
- Individuelle Stromtarife, durch Ökostromanbieter oder Energiegenossenschaften mit Bürger*innenstromtarif
- Unterstützung und Förderung, etwa über Schirmherrschaften
Über engage:
Das Projekt engage untersucht das Potenzial von Bürgerbeteiligung und anderen sozialen Innovationen für eine erfolgreiche und inklusive Umsetzung der Energiewende.
Im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt arbeiten das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM), die eueco GmbH, die 100prozent erneuerbare stiftung und das Bündnis Bürgerenergie zusammen.
Aus den Energiewende-O-Mat-Ergebnissen