Programm

Freitag, 30. April 2021

ab 12.00 Uhr Online-Registierung und technische Unterstützung für die Teilnehmer*innen
13.30

Künstlerischer Beitrag
Fachbereich Schauspiel der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

13.45

Eröffnung: Respekt oder Rendite
Dr. Hermann Falk (GLS Treuhand)

14.00

Unser Finanzsystem neu denken
Prof. Dr. Maja Göpel (The New Institute, Hamburg)

14.45

Interventionen
Helena Marschall (Fridays for Future)
Dr. Marco Meyer (Universität Hamburg)

15.00

Impulse: Die Tabus unseres Finanzsystems
Thomas Jorberg (GLS Bank)
anschließend Gespräch mit Dr. Gerhard Schick (Bürgerbewegung Finanzwende)

Moderation: Elsa Elisa Egerer und Hermann Falk

16.00 Pause und Gelegenheit zum Gespräch mit den anderen Teilnehmer*innen
16.40 Rückkehr aus der Pause mit künstlerischem Beitrag aus der Alanus Hochschule
16.45

Workshops (Teil 1)

Die Workshops sind hier zu sehen; sie werden bis Ende März um weitere Themen ergänzt. Der Leitfaden für alle Workshops lautet: Von der Erkenntnis (Teil 1 am Freitag) zur Handlung (Teil 2 am Samstag)

18.45 künstlerischer Beitrag
19.00

Berichte aus den Workshops
Workshop-Leiter*innen und Studierende


Abschluss des 1. Tagungstages

ab 20 Uhr Exklusive Filmpreview: WER WIR WAREN

 

Samstag, 1. Mai 2021

ab 8.00 Uhr Online-Registierung und technische Unterstützung für die Teilnehmer*innen
8.45

Künstlerischer Beitrag
Fachbereich Schauspiel der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

9.00

Vom Ganzen der Kapitalien zur regenerativen Ökonomie
Dr. Daniel Dahm

 

Intervention
Elsa Elisa Egerer (Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung)

anschließend Gespräch

9.55

Impuls: Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geldsystem? Forderungen für ein zukunftsfähiges, partizipatives und sozial gerechtes Geldsystem vom Forum Geldwende

Kathrin Latsch, Monneta
Dr. Dirk Ehnts, Pufendorf Gesellschaft

10.25 Übergang in die Workshops
10.30 Workshops (Teil 2)
12.30 Pause und Gelegenheit zum Gespräch mit den anderen Teilnehmer*innen
13.40

Rückkehr aus der Pause mit künstlerischem Beitrag aus der Alanus Hochschule

13.45

Marktplatz mit Berichten aus den Workshops

Kurzberichte von Studierenden aus den Workshops

Im Anschluss Gelegenheit zum Gespräch und zur Quervernetzung in Einzelräumen zu den jeweiligen Workshops

14.50

Wirtschaft  mit Herz & Verstand
Abschlussgespräch
Helmy Abouleish, CEO, Sekem, Ägypten
Joana Breidenbach, Sozialunternehmerin und Autorin, Berlin

Volker Schmidt-Sköries, Gründer und Geschäftsführer, BioKaiser, Mainz

Viktoria Schwab, Stiftung Freie Gemeinschaftsbank, Basel

Moderation: Nikolai Fuchs

15.50 Uhr Verabschiedung und künstlerischer Ausklang

 

Programmheft

Informationen zum Programm und zu den Workshops erhalten Sie hier

Zum PDF-Programmheft

Programmworkshops

mit Andrea Vetter (Konzeptwerk Neue Ökonomie) und Tobi Rosswog (living utopia)

„Heute ist es einfacher sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus“, wird Slavoj Žižek oft zitiert. Wir leben in Zeiten ohne visionäre Vorstellungskraft, erlauben uns kaum von einer anderen Welt zu träumen und folgen dem allgemeinen „TINA“ Prinzip: There Is No Alternative.
Spätestens seit dem Club of Rome-Bericht 1972 ist klar, dass es auf einem begrenzten Planeten kein unendliches Wachstum geben kann (Dennis Meadows). Und dennoch ist dieser naturwissenschaftliche Lehrsatz kein Maßstab für Politik und Wirtschaft. Stattdessen ist die Litanei omnipräsent, dass es nicht anders geht, dass wir eine Wirtschaftsweise brauchen, die auf unendliches Wachstum setzt und davon abhängig ist. Ökologisch und sozial verträglich ist das nicht!


Gemeinsam möchten wir in diesem Workshop das Wachstumsdogma in Frage stellen, um davon ausgehend gemeinsam Wirtschaft neu zu denken.
Unseren Schwerpunkt setzten wir dabei auf das Konzept Degrowth - Wachstumsrücknahme oder auch Postwachstum genannt. Eine Idee, aus der sich inzwischen ein eigenes Forschungsfeld und ein neuer Bezugspunkt vielfältiger sozial-ökologischer Bewegungen entwickelt haben. Postwachstum ist dabei eine Vision für eine andere Gesellschaft und skizziert Pfade für eine systemische Transformation.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und die kritische Auseinandersetzungen mit diesen Themen und unseren Leitfragen.

 

mit Dr. Anne-Christin Bansleben (deepmello), Prof. Dr. Stephan Hankammer (Alanus Hochschule) und Jan Thelen (recolution GmbH & Co. KG)

 

Eine sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft erfordert ökologische Modernisierung und soziale Erneuerung zugleich. Mutige und visionäre Entrepreneur*innen sind gefragt, die Transformation bottom-up vorantreiben und gestalten. Daneben kommt es auch auf eine soziale Rahmenordnung und neue ökologische Leitplanken durch die Politik an.


In diesem Workshop widmen wir uns daher der Frage, wie tragfähige Visionen für nachhaltigen Wirtschaften jenseits der herkömmlichen Ökonomie aussehen und skaliert werden können. Zahlreiche Ansätze für erfolgreiches „anders Wirtschaften“ finden sich schon heute in Initiativen sozialen Unternehmertums. Der Durchbruch, um ganze Märkte zum Positiven zu verändern, gelingt bisher jedoch nur selten.

Inspiriert durch Einblicke in die drei Unternehmensbeispiele Recolution (faire und grüne Mode), deepmello (nachhaltiges Leder) und Dr. Bronner’s (faire Biokosmetik) werden wir gemeinsam diskutieren, welche Handlungsmöglichkeiten Unternehmen haben „anders“ zu wirtschaften“, welche Barrieren sie zu bewältigen haben und wie angehende Entrepreneur*innen besser unterstützt werden können.

 

mit Ann-Christin Abbenhaus (imu augsburg & Verein Ideenhochdrei) und Anneka Lohn (Stiftung evidenz)

Wir leben in einer Epoche der Transformation. Bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft kommt der ökonomischen Bildung eine Schlüsselfunktion zu, denn Wirtschaft ist omnipräsent. Aber wie? Gegenwärtig existieren wenige Bildungsräume, in denen Schüler*innen sich mit dem Thema Wirtschaft auseinandersetzen können, ohne auf Unterrichtsmaterial von Verbänden und Unternehmen zurückgreifen zu müssen.
Wir brauchen vielfältige neue Ideen. Unterrichtskonzepte, welche die menschliche Entwicklung befruchten, methodisch über den Tellerrand blicken und die gegenwärtigen Zukunftsfragen berücksichtigen. Wie können wir Wirtschaft in Zeiten von Klimawandel für eine Gesellschaft von morgen begreifen?

In unserem Workshop machen wir uns auf den Weg, um eine Vielfalt an Ideen für die ökonomische Bildung kennenzulernen und zu vernetzen.
Gemeinsam werden wir ausloten, worauf es im Keim einer neuen ökonomischen Bildung ankommt und welche nächsten Schritte begangen werden können.
Wir laden alle Interessierten und Expert*innen auf diesem Gebiet ein.

 

mit Markus Duscha (Gründer Fair Finance Institute und Conscious FinTech-Initiative) und Florian Jaksch (Co-Founder N3XTCODER Impact Studio & FinTech4Impact Program)

Bankgeschäfte übers Smartphone, Anlageverwaltung mit künstlicher Intelligenz, Projektfinanzierung über Crowdfunding, neue digitale Geldformen: Financial Technologies (Fintechs) verändern das Bank- und Finanzwesen auf vielfältige Weise. Aber unterstützen sie auch eine nachhaltigere Entwicklung? In diesem Workshop geben wir zunächst eine Einführung in die Welt “nachhaltiger” Finanztechnologien. Und es stellen sich Fintechs aus verschiedenen Finanzbereichen zur Veranschaulichung selbst vor.


Wir schauen auf die Akteure und ihre Interessen, auch auf die Politik, und betrachten mit den Teilnehmenden gemeinsam Vor- und Nachteile der neuen Finanztechnologien. Ansätze, wie Fintech insgesamt nachhaltiger werden können, werden aus der Perspektive der Fintechs und weiterer Akteure vorgestellt.
In der Fortsetzung des Workshops am zweiten Tag sind Fintechs und Interessierte eingeladen, die herausfinden wollen, wie durch eine Vernetzung das Thema Nachhaltigkeit im Bereich „Digitalisierung im Finanzwesen“ eine stärkere Rolle spielen kann. Denn es treffen hier zumeist Menschen aus drei verschiedenen Welten aufeinander: Nachhaltigkeitsbewegte, Finanzer und Techies. Was gibt es schon zur Unterstützung für den Brückenbau? Was fehlt?

Wir erarbeiten gemeinsam Ideen und bei Interesse auch gleich nächste gemeinsame Schritte mit den Teilnehmenden.

 

mit Johnny Parks, Ende Gelände, und Aaron Bangert, Aktivist

Können und müssen wir das heutige Finanzsystem, ähnlich wie bei Braunkohle oder Flughäfen physisch blockieren?
Welche Rolle übernehmen soziale Bewegungen bei der Transformation unseres Finanzsystems? Welchen Beitrag können Bewegungen leisten, um den gesellschaftspolitischen Kurs von einem neoliberal-geprägten Turbo-Kapitalismus hin zu einer dem Menschen, den Tieren und unserer Mitwelt zugewandten Wirtschaft einzuleiten? Welche Formen im Zusammenleben benötigen wir, um diese Transformation einzuleiten? Und wie strukturieren sich solche Bewegungen wie Fridays for Future, Ende Gelände, etc.? Ist schon die Form, wie wir uns organisieren, der erste Schritt zu einem inklusiveren, partizipativeren gesellschaftlichen Miteinander?

Wir werden im Workshop empowerende Strukturen erarbeiten und die Kampagnenarbeit von sozial-ökologischen Bewegungen kennenlernen. Auch werden wir lernen, was es für eine Aktion des zivilen Ungehorsams alles braucht und wie sich das organisieren lässt. Damit wir am Ende des Workshops in der Lage sind, gegen das aktuelle Finanzsystem gezielt und öffentlichkeitswirksam auf die Straße zu gehen und mit unseren eigenen Körpern den Wandel einzuläuten.

mit Anna Reisch, Lino Zeddies, Max Kretschmer und Verena Emme (alle Reinventing Society - Zentrum für Realutopien und Netzwerk Plurale Ökonomik)

Gast: Prof. Dr. Emanuel Mönch (Deutsche Bundesbank)

Der Zukunftsrat ist Teil von "Reinventing Society - Zentrum für Realutopien" und zielt darauf ab, unterschiedliche Perspektiven auf die Notwendigkeit einer Veränderung des Finanzsystems in einen konstruktiven Austausch zu bringen, um den Kampf der Haltungen zu transzendieren und gemeinsam produktive Lösungen zu entwickeln. Dabei steht der "Game Change" durch die Kombination von neuen Inhalten und neuen Methoden im Vordergrund.
 
Zentrale Grundlage unserer Arbeit ist das konsequente Verknüpfen der drei Ebenen Individuum, Organisation und Gesellschaft, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen. Dass Veränderung notwendig ist, um Herausforderungen wie der Klimakrise und sozialer Ungleichheit zu begegnen, steht außer Frage. Es ist Zeit, realistisch und konkret über umsetzbare Utopien (Realutopien) zu diskutieren und bestehende Konzepte in die Umsetzung zu bringen.
 
Unser Workshop hat zum Ziel, die drei Analyse-Ebenen auf den Themenbereich Geld anzuwenden und die sich jeweils beeinflussenden zentralen Faktoren herauszustellen. Wie wirkt Geld auf persönlicher und organisationaler Ebene? Welches Potential hat Geld für Individuen und Organisationen und wie könnte ein System gestaltet sein, um dieses zu entfalten? Weiterhin werden wir mit Expert*innen über Realutopien des Finanzsystems sprechen, um eine klare Ausrichtung zu begründen. Unser Ansatz bezieht die methodische Ebene als zentrales Element mit ein, was sich in einer realutopisch-inspirierenden Atmosphäre zeigt, durch die konkrete Zukunftsbilder und Gestaltungslust hervorgebracht werden.

Satellitenworkshops

mit Nikolai Fuchs, Vorstand GLS Treuhand und Vorstand GLS Bank Stiftung

„Lebensqualität“ steht bei einer modernen bäuerlichen Ökonomie ganz oben. Arbeitszeit ist Lebenszeit und ein „gelingendes Leben“ ist das, was wir im Grunde mit jeder Ökonomie anstreben.


An der modernen bäuerlichen Ökonomie können wir Elemente entdecken, die auch außerhalb der Landwirtschaft Gültigkeit haben können: Zeit (haben) als Wert, Kreisläufe schließen, achtsamer Umgang mit Tieren (Tierwohl) und Boden, Fruchtbarkeitsmehrung und Co-Evolutionen weiter entwickeln (die Ausgangsressource mit bedenken und stärken), Diversität und Kooperation wo sinnvoll. Die eigene Nische besetzen und ausfüllen, und mit den anderen Nischen ein Mosaik der Vielfalt bilden. Aber auch die Dimension der Schönheit mit einbeziehen und Verantwortungseigentum tragfähig ausbauen. „Geld“ als ein wichtiges, aber vielleicht nicht ausschließliches Agens als Ziel des Wirtschaftens.


In diesem Workshop wollen wir den genannten und weiteren Elementen einer modernen bäuerlichen Ökonomie nachspüren, inwiefern sie Inspiration und vielleicht in einem größeren Maßstab eine Anregung zu einer insgesamt zukunftsfähigen Ökonomie sein können.

 

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Menschbank e.V. im Leipziger Social Impact Lab senden wir einen Roundtable, der zeitgleich im Rahmen des „1. Leipziger Finanzforums“ stattfindet.

Die Referentinnen dort sind:

  • Josef Zotter (Zotter Schokoladen),
  • Yvonne Zwick (B.A.U.M. e.V.),
  • Stephanie Oppitz (Windelmanufaktur),
  • Frank Pierschel (BaFin),
  • Gunnar Bertram (Volksbank Chemnitz / IHK Chemnitz),
  • und Anja Müller (Handelsblatt),
  • Moderation: Tina Teuscher

Sustainable Finance wird derzeit vor allem von oben her gedacht: aus Perspektive großer Finanzmarktakteure und der EU-Kommission. Was ist die Perspektive der kleinen und mittleren Unternehmen und der EinzelunternehmerInnen auf dieses politisch und vom Markt getriebene Aktionsfeld? Welche Chancen eröffnen sich? Diesen Fragen gehen wir im Workshop gemeinsam nach.

Mehr zur Konferenz "1. Leipziger Finanzforum", die eine „same mission“ verfolgt und der wir freundschaftlich verbunden sind, finden Sie hier.

 

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Menschbank e.V. im Leipziger Social Impact Lab senden wir einen Roundtable, der zeitgleich im Rahmen des „1. Leipziger Finanzforums“ stattfindet. Die Referent*innen dort sind:

  • Naomi Ryland (tbd*),
  • Lisa Jaspers (Folkdays),
  • Cornelia Jahnel (VDU / female investors network),
  • Eva Vollmer (Zukunftsweine),
  • Tino Kressner (Startnext),
  • Kristina Jeromin (Green & Sustainable Finance Cluster Germany),
  • Moderation: Susanne Bergius

Auch dieser Workshop steht in Kooperation mit dem gemeinnützigen Menschbank e.V. im Leipziger Social Impact Lab. Wir senden einen Roundtable, der zeitgleich im Rahmen des „1. Leipziger Finanzforums“ stattfindet. Die o.g. Referent*innen nehmen daran teil.


Insgesamt verfolgt die Konferenz „1. Leipziger Finanzforum“ eine „same mission“. Daher sind wir ihr freundschaftlich verbunden.
 

Leander Bindewald (Ph. D.)
Markus Duscha (Fair Finance Institute) mit dem Forum Geldwende

Dieser Workshop findet nur am Samstag, 1.Mai 2021, statt.

Das Geld- und Finanzsystem wäre im März 2020 schon wieder zusammen-gebrochen, wenn die Zentralbanken nicht die üblichen „unkonventionellen“ Maßnahmen ergriffen hätten, die für die EZB eigentlich nicht vorgesehen sind. Das Geldsystem verursacht und fördert nicht erst seit der großen Finanzkrise 2008 immer wieder Krisen, Überschuldung und Ungleichgewichte. Die meisten privaten Banken erzeugen Kredite zum Zweck der Gewinnmaximierung und um Kapitalrenditen zu erwirtschaften. Dadurch verstärken sie u.a. prozyklische Tendenzen (u. a. am Immobilienmarkt). Das herrschende Geldsystem verteilt bei positiven Zinsen zugunsten der Gläubiger um und verursacht so Ungleichheit. (Zudem werden die nationalen Regierungen der Eurozone schlechter behandelt als die Banken. Die vorsichtigen Regierungen geben so permanent zu wenig Geld aus, um Vollbeschäftigung und Preisstabilität in der Eurozone zu erreichen.)


Wie müssen die Regeln geändert werden, damit das Geldsystem dem Gemeinwohl und der Gesellschaft dient und nicht den privaten Renditen? Ist die Verteilung seit 2008 sozial gerechter geworden? Gibt es finanzielle Stabilität und Sicherheit, damit unsere Demokratie nicht gefährdet wird? Und haben wir ausreichende finanzielle Mittel für die notwendige sozial-ökologische Transformation? Diesen Fragen sind verschiedene Geldreform-Organisationen nachgegangen und haben gemeinsame Ziele und spannende Forderungen entwickelt, die im Vortrag “Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geldsystem?” zuvor im Plenum vorgestellt werden.


Die Ziele und Forderungen werden in einem interaktiven Format im Workshop diskutiert. Welche Forderungen werden auch von den Teilnehmenden unterstützt? W könnten die nächsten gemeinsamen Schritte aussehen, um den Forderungen mehr Gewicht zu verleihen? Vielfältige Lösungsansätze scheinen heute zum Greifen nah!

 

mit Alfred Eibl, Aktivist bei Attac im Bereich Finanzmärkte & Steuern & Johannes Priesemann, selbständiger Jurist und Autor

Mit welchem Geld wir morgen hantieren werden, wird heute entschieden. Auf großen Kongressen der Zentralbanken (BIZ Innovationsgipfel 2021) und in den Konzernzentralen der großen Digitalunternehmen wird darüber nachgedacht und werden die ersten Weichen gestellt.


Das Geld der Zukunft wird mehr denn je digitales Geld sein. Ob es aber ein staatliches Geld sein wird, eine central bank digital currency (CBCD), ein „digitaler Euro“ oder ob es mehrere digitale Privatgelder sein werden, ist offen. Sicher ist, es wird versucht, das Bargeld weiter zurückzudrängen und die Banken haben offensichtlich Mühe, die Bedeutung ihres Geldes, des Bankengeldes, zu sichern. Am weitesten fortgeschrittene Wettbewerber sind die vermögensgedeckten Stablecoins, wie es beispielsweise Theter ist und wie es auch das von Facebook geplante Geld DIEM sein soll. Die ungedeckten Kryptowährungen wie Bitcoin, die nicht mit Vermögen gedeckt sind, erhalten derzeit Rückenwind durch Magnaten wie Elon Musk, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren will. Ein klarer wettbewerblicher Angriff auch auch das staatliche Geld. Werden Bitcoin & Co über die Rolle als Spekulationsobjekt und als Schattenzahlungsmittel hinauskommen?
Diese Entwicklungen führen zu Fragen: Wo ist unser Geld sicher und stabil? Wer erzeugt neues Geld und entscheidet über die Kreditvergabe? Kann man noch anonym bezahlen oder wird mein Zahlungsverhalten meistbietend vermarktet? Geld als Mittel oder als Zweck unseres Wirtschaftens?


Im Workshop wollen wir zum einen die verschiedenen Formen darstellen, die das Geld zukünftig annehmen könnte und die Interessen, die hinter den verschiedenen Entwicklungen stehen. Zum anderen geht es um die Vorstellung, die wir von einem Geld haben, das sicher ist und das den Interessen der Nutzenden dient, also uns allen.

 

WER WIR WAREN

Freitag, 30. April, 20 Uhr: Exklusive Filmpreview: WER WIR WAREN

Der Geldgipfel 2021 will Handlungsideen auf die drängensten Fragen unserer Gesellschaft finden. Wir müssen handeln, für uns und für unsere zukünftige Generationen! Was diese wohl über uns denken werden? Dieser Frage geht der kommende Kinofilm WER WIR WAREN nach. In einer exklusiven Vorab-Preview haben Sie als Teilnehmer*in des Geldgipfels die Gelegenheit, den Film vorab zu sehen, inklusive einer Einführung durch den Regisseur Marc Bauder.

"Das ist etwas, was von hier oben wirklich verrückt scheint"

so bringt der Astronaut Alexander Gerst zu Beginn des Films seine Fassungslosigkeit über die zunehmende Zerstörung unseres Planeten zu Ausdruck.

In WER WIR WAREN blicken wir unter anderen mit seinen  Augen auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geist von Roger Willemsens Vermächtnis, ob neue Generationen an uns verzweifeln werden, wenn wir bereits Geschichte sind: 

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“
(Roger Willemsen)

Das Dach der Welt, die Tiefen des Ozeans, die Perspektiven Afrikas, das menschliche Gehirn, ein Wirtschaftsgipfel und das Herz eines Roboters, sie alle geben Hoffnung für die kommenden Generationen und ein gemeinsames "Wir". Mit dabei: Alexander Gerst (Astronaut), Dennis Snower (Ökonom), Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Mönch), Sylvia Earle (Ozeanologin), Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin. Weitere Informationen, auch zum geplanten Kinostart ab 6. Mai 2021, auf der Webseite des Films.

Begrenztes Zuschauerangebot: Der Zugangslink für die Vorführung wird während der Veranstaltung exklusiv an die Teilnehmer*innen des Geldgipfels ausgegeben. 

Anmeldung

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