Solidarität für die Ukraine

Die GLS Treuhand verurteilt den Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste und spricht den ukrainischen Partnern und der Bevölkerung des Landes ihre volle Solidarität aus. Wir sind fassungslos, dass Krieg in Europa herrscht.

Netzwerke und Unterstützungsmöglichkeiten haben sich in kürzester Zeit aufgebaut – auch wir arbeiten intensiv an Kooperationsmöglichkeiten und werden Sie hier stets über Neuerungen informieren.

Unsere Überzeugung:
Freiheitsmomente sichern

Wichtig ist uns aber auch die Wachsamkeit: Die Gewaltherrscher sind in den letzten Jahren auf unseren, der Zivilgesellschaft Spuren unterwegs. Fast überall, wo Menschen gegen diktatorische Regierungen regsam waren, haben sich Putin & Co. danach „eingebracht“ [...]

Sie sind durch die Lücken und instabilen Mauern der Geschichte hindurch marschiert und haben sich der offenen Situation bemächtigt – sei es in Syrien, wo Putin nach der Arabellion an Diktator Assads Seite Krankenhäuser beschießen ließ, sei es nach den Unruhen in Georgien, wo er hernach Südossetien und Abchasien abschnitt oder 2014 in der Ukraine, wo Putin den Euro-Maidan nutzte, um durch die Hintertür die Krim zu annektieren. Auch in Belarus wurden zivilgesellschaftliche Proteste als Vorwand genutzt, mit Hilfe Russlands und aggressiver Gewalt ein rückwärtsgewandtes, nationalistisches Regime zu festigen.


Die Konsequenz aus diesen historischen Erfahrungen darf jedoch nicht sein, den Ruf der Freiheit verstummen zu lassen. Sondern kraftvoller denn je für einen Aufbruch in eine selbstbestimmte, menschengerechte Zukunft einzutreten. Dies geht nur „von unten“ mit den Mitteln und Kräften einer eigenständigen Zivilgesellschaft, ohne Furcht, dass die Putins dieser Welt solche positiven Kräfte indirekt als ihre Türöffner für Okkupation und Unterdrückung nutzen. Und selbst wenn solche Freiheitsmomente okkupiert werden, sind sie damit nicht tot. Es braucht nur mehr Zeit und mehr Menschenleben eine friedliche, gesunde und freiheitliche Zukunft für alle gemeinsam zu gestalten! An der Sicherung dieser Freiheitsmomente müssen und wollen wir weiter arbeiten!

Lassen Sie uns in diesen schweren Zeiten zusammenstehen #StandWithUkraine

– und für unsere gemeinsamen Werte wie Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Dialog und friedlichen Austausch einstehen!

Wir sind durch den Krieg in unserer innersten Identität getroffen! Die Not, das Leid und die himmelschreiende Ungerechtigkeit des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine bewegen uns. Die Menschen in der Ukraine verdienen jede Form von Unterstützung. Die Hilfsbereitschaft ist schnell und enorm groß – ein Licht in dem Dunkel dieser Tage.

Zuvorderst spürt jeder*r Einzelne die Aufforderung, sich innerlich zu bewegen, emotional bewegen zu lassen, in Bewegung zu kommen. Auch in und durch die Gemeinschaft von Menschen in der GLS Treuhand, im Kreis unserer Stifterinnen und Stifter, Mitglieder und Freund*innen sowie der GLS Gruppe spüren wir Ermutigung zum wachen Anschauen und wirkungsvollen Handeln.

Unter dem Hashtag #StandWithUkraine finden sich solidarische Aufrufe, Informationen zu Hilfsangeboten oder Protestveranstaltungen.

Wo wir aktuell helfen

Schon im Dezember 2021 haben wir die Sophia-Stiftung in Kiew mit Leih- und Schenkgeld von über 120.000 Euro ausgestattet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, anthroposophisch orientierte Schulen, landwirtschaftliche Betriebe und Initiativen im eigenen Land zu fördern und zu finanzieren – ein fernes und doch sehr nahes Spiegelbild, das an die Anfänge der GLS Treuhand erinnert.

Ein Spendensammelkonto ist eingerichtet, wir leiten Ihre Spenden vollständig an die Sophia-Stiftung weiter.

 

Weitere von uns unterstützte Aktionen stellen wir Ihnen hier vor:

Der Sofort-Aktion unseres Mitgliedes Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners haben wir sogleich 20.000 Euro zugewendet. Auch hierzu können Sie sich mit einer Förderung beteiligen und für Geflüchtete in den Grenzregionen sowie für diejenigen, die in der Ukraine bleiben und an den Waldorfschulen und heilpädagogischen Einrichtungen weiter arbeiten wollen, spenden. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Seit vielen Jahren leisten wir substantielle Beiträge für ein demokratisches Gemeinwesen mit Meinungsvielfalt und kritischer Öffentlichkeit, insbesondere durch die Förderung von journalistischen Initiativen. Für die Fortführung der Arbeit von freiheitlich gesinnten Journalist*innen in der Ukraine sowie Mittel- und Osteuropa haben wir uns mit 20.000 Euro an dem Solidarity Fund der European Cultural Foundation beteiligt. Lesen Sie mehr in der Stellungnahme der Initiative.

Für Meinungsfreiheit und die mutige Bürgergesellschaft in Russland empfehlen wir eine Spende an Dekoder, eine gemeinnützige Initiative, die seit Jahren unter dem Motto "Journalismus aus Russland in deutscher Übersetzung" arbeitet. Nun gibt sie den mutigen Bürger*innen und Journalist*innen in Russland, die dem totalitären Regime noch trotzen, eine deutsche Stimme.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft aus der GLS Treuhand unterstützt die ukrainische Ökolandbau-Bewegung und die Menschen auf den Bio-Höfen in dieser schwierigen Zeit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sie möchten die Sophia-Stiftung unterstützen?

Spenden können auf das bestehende Konto bei der GLS Treuhand getätigt werden:

Kontoinhaber: GLS Treuhand e.V.
IBAN: DE63 4306 0967 0013 0227 10
Verwendungszweck: Sophia Konto 3502 4004 - SOLIDARITÄT


Die Spenden sind steuerlich absetzbar.

Vielen Dank!

Bis Mitte Mai 2022 haben wir 48.300 Euro an mehr als 510 Personen weitergeleitet und für mehr als 100 Menschen Hilfe aus anderen Stiftungen in die Ukraine transferieren können.

Wo unsere Stiftungen wirken

Die Stifter*innen unserer Dachstiftung für individuelles Schenken haben seit dem 24. Februar 2022 über 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine zu helfen.

Wir möchten Ihnen einige der unterstützten Organisationen im Folgenden vorstellen:

Erstaufnahme in Polen unterstützen

Der 3 Musketiere Reutlingen e.V. wurde mit 12.000 Euro unterstützt und setzt sich seit 2016 für schutzbedürftige Menschen in und aus Krisen- und Katastrophengebieten, direkt vor Ort, ein. Kontakt besteht zu einem „Erstaufnahme Zentrum“ an der polnisch-ukrainischen Grenze, das mit Hilfstransporten unterstützt wird.

Direkte Hilfe am Berliner Hauptbahnhof

Mit über 55.000 Euro wurde Karuna e.V. aus Berlin gefördert. Der Verein organisiert eine direkte Vermittlung von ukrainischen Geflüchteten, die am Berliner Hauptbahnhof ankommen, an Privatpersonen, die eine Unterkunft anbieten. Sie koordinieren zudem eine Erstversorgung für die Ankommenden durch Sanitäter*innen.

Kinder und Familien schützen

Der Verein Chabad Lubawitsch Berlin e.V. konnte 120 Waisenkinder aus Odessa nach Berlin evakuieren sowie eine weitere Gruppe von insgesamt 120 Müttern mit ihren Kindern. In Berlin wird für eine Unterkunft und ihr leibliches Wohl gesorgt. Der Verein wurde mit 10.000 Euro gefördert, um die täglich anfallenden Lebenshaltungskosten zu unterstützen.

Dialog fördern

Seit 2011 hat die taz Panter Stiftung Workshops mit Teilnehmenden aus mehreren osteuropäischen Ländern organisiert – hierunter auch Journalist*innen aus Russland, der Ukraine und Belarus. Um in Zeiten des Krieges den Dialog zwischen Journalist*innen verfeindeter Staaten zu fördern, finanziert die Stiftung ein gemeinsames Tagebuch: Berichte von Journalist*innen aus den drei Ländern, im Wechsel verfasst und in der taz veröffentlicht. Die Dachstiftung für individuelles Schenken unterstützt das Projekt mit 5.000 Euro.

Schnelle und umkomplizierte Hilfen

Der Fonds „Auf Augenhöhe“ der Software AG-Stiftung möchte Initiativen unter die Arme greifen und ihre Hilfsmaßnahmen mit jeweils bis zu 5.000 Euro aus einem Sondertopf unterstützen. Dieser richtet sich an Bürgerstiftungen mit Gütesiegel, die das Geld für Hilfen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine beantragen oder an gemeinnützige Partner*innen vor Ort weiterleiten möchten. Das Antragsformular hierzu wurde gezielt vereinfacht. Hier gibt es mehr Informationen zum Fonds "Auf Augenhöhe".

Sprache als Brücke

Der Verein Bildung für alle e.V. schafft Austausch- und Lernorte, in denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe neben Lesen und Schreiben grundlegende Fähigkeiten für ein solidarisches Zusammenleben lernen. In kurzer Zeit wurden hier die Sprachkursangebote mit begleitender Kinderbetreuung erhöht und als schnelle, unbürokratische Brückenmaßnahme eine Pop-Up-Schule eröffnet. Das wurde mit 2.000 Euro unterstützt.

Unabhängigen Journalismus stärken

Das Katapult-Magazin leistet wichtige Arbeit, um unabhängig und differenziert über die derzeitige Situation in der Ukraine zu berichten, z.B. durch die Gründung einer Redaktion aus ukrainischen Journalist*innen. Zudem wurde kurzfristig das Buch “100 Karten über die Ukraine” in vier Sprachen produziert. Derzeit kann das Buch inkl. einer Spende für ukrainische Journalist*innen vorbestellt werden. Desweiteren wurde vom Katapult-Verlag in Greifswald ein Geflüchtetenheim errichtet. Das Magazin wird mit 10.000 Euro unterstützt.

Hilfe für schwerkranke Kinder

Die Care-for-Rare Foundation verschafft Kindern mit seltenen Erkrankungen schnelleren Zugang zu moderner Diagnostik und innovativen Therapieverfahren. Derzeit fliehen viele Familien mit ihren schwerkranken Kindern unter Lebensgefahr nach Polen, in der Hoffnung auf medizinische Hilfe. Die international tätige Stiftung sieht sich in der Pflicht, Solidarität zu zeigen und aktiv zu helfen. Die Dachstiftung für individuelles Schenken unterstützt das mit 3.000 Euro.

Herz in Ukraine-Farben

Praktische Hilfe vor Ort

Mit 16.000 Euro wird der gemeinnützige Verein Moabit Hilft e.V. in Berlin unterstützt. Die Bürgerinitiative für den Schutz von Verfolgten und Geflüchteten wird gefördert, um zielgerichtete Nothilfe für ankommende Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine leisten zu können. Das ist praktische und humanitäre Hilfe wie Kontaktaufnahme zu Behörden, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Sprachmittlung, Arztbesuche sowie Ausgabe von Sach- und Kleidungsspenden.

Schutz für Flüchtende sichern

Die Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline hat sich entschlossen einen Konvoi an die slowakische-ukraine Grenze zu entsenden. In Vyšné Nemecké werden Fahrten für Menschen organisiert, die aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland oder Österreich fliehen. Insbesondere PoC (People of Color) kommen an der slowakischen Grenze an, da sie an anderen Grenzen aus rassistischen Motiven abgewiesen werden. Ein Reisebericht informiert über die aktuelle Situation. Der Konvoi wird mit 20.000 Euro durch die Dachstiftung für individuelles Schenken unterstützt.

Humanitäre Hilfe aufrechterhalten

Der Verein Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. setzt sich seit vielen Jahren aktiv mit humanitärer Hilfe für die Bevölkerung in der Region Donezk in der Ukraine ein und pflegte seine Kontakte mit regelmäßigen Besuchen. Mehr als 10.000 Hilfspakete und umgerechnet etwa 150 Tonnen an Hilfsgütern konnten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine die Bevölkerung in der Westukraine erreichen. Mit 25.000 Euro wird die zielgerichtete Nothilfe des Vereins unterstützt.

Versorgung in der Ukraine und Moldawien

Der Berliner Verein Be an Angel e.V. ist eine Initiative von Menschen aus Medien, Kultur und Marketing, die sich für die nachhaltige Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte einsetzt. Es werden Transportmöglichkeiten nach Deutschland angeboten, eine Versorgung der Krankenhäuser mit Medikamenten in Odessa, Kiew und Lemberg unterstützt sowie die Unterbringung von geflüchteten Ukrainer*innen in Deutschland koordiniert. Zudem kümmern sie sich gezielt um geflüchtete Menschen in Moldawien. Der Verein wird mit 12.000 Euro gefördert.

Evakuierung und Bedarfsartikel

Mit 6.000 Euro konnte die wichtige Arbeit von ARTHELPS unterstützt werden. Lebensnotwendige Bedarfsartikel werden bis zur ukrainischen Grenze gebracht. Von dort aus liefern Evakuierungsfahrzeuge die Bedarfsartikel direkt in die gefährlichen Regionen und bringen Menschen, die auf der Flucht aus den zerstörten Gebieten sind, in Sicherheit.

Aufenthaltskosten decken

Mit 2.000 Euro wurde der Lagergemeinschaft Ausschwitz - Freundeskreis der Ausschwitzer e.V. unterstützt, um Aufenthaltskosten für Geflüchtete zu decken. Der 1979 von ehemaligen Auschwitz-Häftlingen gegründete Verein engagiert sich für die Erinnerungskultur und unterstützt ehemalige Häftlinge und deren Angehörige.

Queere Nothilfe

Das Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. ist Mitinitiator der Spendenaktion Queere Nothilfe Ukraine für queere Geflüchtete aus der Ukraine. Der Verein steht in engem Kontakt mit den Menschenrechtsorganisationen vor Ort, die Gelder für die dringend notwendige Versorgung oder Evakuierung queerer Menschen verwenden. Unterstützt wurde das mit 2.000 Euro.

Brücke der Hoffnung

Der Brücke der Hoffnung e.V. hat sein Hauptbüro nahe Kiew. Schon seit 1990 arbeitet der Verein von dort aus um arme Familien und Kindern zu unterstützen. Das Hilfswerk transportiert Hilfsgüter in die Ukraine, betreut Patenschaften und organisiert zahlreiche Aktionen und Zufluchtsorte für Kinder. Das wurde von den Stifter*innen mit 3.000 Euro unterstützt.

Wo Sie unterstützen können

Sophia-Stiftung unterstützen!

In engem Kontakt stehen die Vorstandsmitglieder mit der erst Ende 2021 gegründeten Sophia-Stiftung in Kiew, die in diesem Kontext als auch Dachorganisation vor Ort fungiert. Bereits 80.000 Euro wurden an die Stiftung überwiesen. Die überwiesenen Beiträge werden direkt von der Sophia-Stiftung verteilt.

Das Leid und die Not, denen die Menschen in der Ukraine ausgesetzt sind, sind unvorstellbar. Gleichwohl ist klar, dass noch viel mehr Unterstützung benötigt wird in den nächsten Wochen und Monateb. Die Stiftung ruft zu Spenden auf!

Jetzt spenden!
Blau-gelbe Flagge der Ukraine

Journalismus stärken!

In unserem Aktionsbereich Zivilgesellschaft steht besonders das Thema Qualitätsjournalismus im Fokus. Wir stehen mit unterschiedlichen Journalist*innen und Initiativen in Kontakt, um Medienvielfalt und Meinungsfreiheit, die in Russland völlig eingeschränkt werden, zu stärken.

Mehr zu Qualitätsjournalismus

Wir empfehlen eine Spende an das KATAPULT-Magazin, das wichtige Arbeit leistet, um unabhängig und differenziert über die derzeitige Situation in der Ukraine zu berichten. Hier wurde z.B. in kürzester Zeit eine Redaktion aus ukrainischen Journalist*innen gegründet. 

Zum Katapult Magazin

Spendenaufruf

Die von uns unterstützte Hilfsorganisation Karuna e.V. organisiert Soforthilfe in Berlin und benötigt dringend Spenden. Wenn Sie spenden möchten, könnnen Sie direkt auf das Spendenkonto überweisen:

KARUNA eG
Stichwort Ukraine
IBAN: DE73 4306 0967 1196 0322 02
BIC: GENODEM1GLS

Hier können Sie auf der Spendenplattform Betterplace für Karuna e.V. spenden.

Selbst aktiv werden!

Sie möchten die Menschen in der Ukraine und Geflüchtete unterstützen, wissen aber noch nicht, wie Sie genau helfen können?

Wir haben nur einige, der vielen Unterstützungsmöglichkeiten für Sie zusammengefasst, die in den letzten Tagen entstanden sind:

Sie haben weitere Ideen oder kennen eine Organisation, die Unterstützung braucht?

Treten Sie gerne mit uns in Kontakt!

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