Über Korallen, Klima und Qualitätsjournalismus – Warum wir Vielfalt brauchen

26.08.2021

Was haben Korallenriffe, die Klimakrise und der Journalismus miteinander zu tun? Jede Menge! Eine wahre Geschichte über gemeinsame Krisen, gesellschaftliche Herausforderungen und einer möglichen Lösung, die alles zusammenbringt. 

Ein intaktes Meer braucht Riffe und Korallen, um die ganze mögliche Vielfalt an Arten zu erhalten. Ein intaktes Riff ist ein Garant für ein spannendes, lebendiges und buntes Ökosystem. Sie sind nicht nur Lebensgrundlage von Tieren, sondern schützen auch vor Fluten und Stürmen. Doch die Korallenriffe weltweit sind vom Klimawandel bedroht.  Die Erwärmung der Ozeane führt etwa zur berüchtigten Korallenbleiche. Sie ist ein Zeichen, dass die bunten Korallen an Nährstoffwandel sterben, die in Jahrtausenden gewachsen sind.

Keine aus der Luft gegriffene Metapher für die Krise im Journalismus. Sinkende Auflagen, Fake News und fehlende Erträge aus Anzeigen und Verkäufen für einen investigativen Journalismus, der einen langen Atem braucht. Gerade auch für radikale Kräfte, die vielerorts die unbequeme Berichterstattung einschränken, kontrollieren oder vermeiden wollen.

Dabei ist der Qualitätsjournalismus für die Gesellschaft, wie  das Korallenriff für das Meer, ein Garant für Vielfalt und Widerstandsfähigkeit. Demokratie lebt von Öffentlichkeit, vom Zugang von Bürger*innen zu Informationen. Mit dieser freiheitlichen und gesellschaftlichen Funktion vor Augen, versuchen Journalist*innen mit Unternehmensneugründungen und interessanten Pilotprojekten, neue Finanzierungs- und Geschäftsmodellen am Markt zu etablieren und Zielgruppen neu oder weitere zu erreichen. Die GLS Treuhand unterstützt solche Bemühungen und setzt sich vielfältig für den Qualitätsjournalismus ein.

 

Ihr Kontakt

LEITUNG KOMMUNIKATION

Sven Focken-Kremer


+49 (0)234 5797-5352
sven.focken-kremer@gls-treuhand.de

Ein Riff für den Journalismus
Eine dieser Bemühungen ist die genossenschaftlich organisierte Plattform „RiffReporter“. Der Zusammenschluss freier Autor*innen berichtet zu Themen aus Umwelt, Wissenschaft, Technologie, Gesellschaft und Weltgeschehen, die im schnellen Nachrichtengeschäft meist zu kurz kommen. Es geht um Hintergründe und Zusammenhänge, die Leser*innen neu entdecken können.  Das System dahinter ist so einfach wie revolutionär: Die RiffReporter gehört den Genossenschaftsmitgliedern und den Journalist*innen. Sie gehören sozusagen sich selbst und bieten ihre eigenen Beiträge, natürlich unter einen journalistischen Kodex, selbst an. Somit kommen die Einnahmen direkt von den Leser*innen und fließen zu 100% an die Autor*innen. Die Plattform und die Beiträge verzichten komplett auf Werbung und sind somit unabhängig. Sowohl was die Einnahmen, als auch die Entscheidung für ein Thema angeht.

 

 

Bild: Pixabay, visavietnam

Ausgezeichnet
Die Idee fand nicht nur die GLS Treuhand überzeugend. Die RiffReporter wurden mit dem Netzwende Award 2017 (Bewerbungen sind für 2021 noch bis Oktober möglich), den Grimme Online Award und als Wissenschaftsjournalisten des Jahres ausgezeichnet. Dass die dort erscheinenden Artikel ebenfalls Preise einheimsen muss fast nicht erwähnt werden. Etwa den Österreichischen Staatspreis für Wissenschaftspublizistik, den Otto-Brenner-Preis 2020 für kritischen Journalismus und den Reporterpreis in der Kategorie Wissenschaftsreportage 2020.
RiffReporter ist somit eine Plattform, die es nun seit Jahren mit einer guten Idee schafft, trotz der Krise, hochwertigen unabhängigen Journalismus mit einem zukunftsfähigen Konzept zu produzieren.

 

Riffe, die geschützt werden müssen
Die hochaktuellen Artikel erscheinen jeweils unter einer der fünf verschiedenen Rubriken. Eine lautet „Umwelt“. Und hier kommt am Ende zusammen, was zusammengehört. Denn unter der Rubrik „Umwelt“ geht es tiefgründig um die hochkomplexen Zusammenhänge der Klimakrise und der Auswirkungen auf unsere Umwelt. Warum unsere Zukunft davon abhängt, wie wir mit den Ozeanen umgehen und warum den Korallenriffen dabei eine besondere Rolle zukommt, beschreibt dort etwa Katja Trippel. Und wer einmal die Umwelt-Rubrik aufruft, sieht, wie mächtig und vielfältig ein Zusammenschluss wie die RiffReporter sein kann: knapp 30 Berichte, Analysen und Hintergründe zum Thema Umwelt, Klimawandel und Biodiversität. Von der Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft über Kenias Wasser-Retter bis hin zum Moorschutz der Bundesregierung.

Ganz gleich um welche Krise es geht: Sie fordern uns heraus. Es ist gut, dass es viele Menschen gibt, die mit Ideen, Geld oder Mut diesen Herausforderungen begegnen wollen. Keine Zeit sich zurückzulehnen. Krisen lassen sich nur gesamtgesellschaftlich besiegen. Ein erster Schritt ist es jedoch, Menschen mit Ideen zu unterstützen und zu ermutigen. Machen Sie mit und unterstützen Sie Riffe, ob nun im Ozean oder im Journalismus. Konkret die RiffReporter können Sie mit Spenden, Artikel- und Magazinkäufen oder mit einem Vollabo honorieren.

Auch die GLS Treuhand unterstützt die RiffReporter mit der ganzen Vielfalt ihrer Kultur des Schenkens: Mit finanziellen Zuwendungen aus der GLS Treuhand und aus der Dachstiftung für individuelles Schenken sowie mit einem Darlehen im Rahmen der sozial-ökologischen Vermögensanlage. Und natürlich mit Genossenschaftsanteile.

Das Engagement für den Qualitätsjournalismus kann die GLS Treuhand leisten, weil zahlreiche Menschen für die GLS Treuhand spenden Geld überlassen und vererben oder bei uns ihre eigenen Stiftungen und Stiftungsfonds errichten. Sie möchten auch Teil dieser Kultur des Schenkens werden? Dann sprechen Sie uns an. Ob Spenden, Vererben oder Stiften.

 

Bild: Flickr, perspective_OL

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