Alternativer Nobelpreis für vier Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen

Am 1. Dezember 2021 wurde der Right Livelihood Award, häufig auch "alternativer Nobelpreis" genannt, in Stockholm verliehen. In diesem Jahr wurden vier mutige Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen geehrt. Ein Standbein für den Award ist der Right Livelihood Förderfonds, der 2009 in der Dachstiftung für individuelles Schenken der GLS Treuhand gegründet werde. Mehr über die Preisträger*innen erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Am 29. September 2021 verkündete die Right Livelihood Foundation die vier Preisträger*innen des Right Livelihood Awards. Die Auszeichnung wird seit 1980 jährlich an couragierte Menschen auf der ganzen Welt vergeben, die sich in einem besonderen Maß für Menschenrechte, Umwelt und Frieden engagieren. Die Auszeichnung soll die Sichtbarkeit dieser Menschen stärken, ihre Lösungsansätze bekannt gemacht werden. Außerdem bietet die Stiftung ihnen Schutz, wenn ihr Leben und ihre Freiheit gefährdet sind.

In diesem Jahr wurden vier Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen ausgezeichnet:

•    Marthe Wandou, Gender- und Friedensaktivistin aus Kamerun, die sich seit über 30 Jahren für Kinder im Kampf gegen sexualisierte Gewalt engagiert,
•    Vladimir Slivyak, der sich in Russland für die Umwelt und Graswurzel-Opposition gegen die Kohle- und Nuklearindusriet einsetzt,
•    Freda Huson, die in Kanada als Indigenen Wet’suwet’en die Kultur ihres Volkes zurückfordert und sich gegen Pipeline-Pläne in traditionellen Territorium ihres Volkes einsetzt und
•    die Legal Initiative for Forest and Environment, die mit ihrer juristischen Arbeit Gemeinden befähigt, ihre natürlichen Ressourcen vor der Ausbeutung der fossilen Energiewirtschaft zu schützen.

Die Preisträger*innen erhalten für ihr Engagement jeweils ein Preisgeld von rund 100.000 Euro. Die offizielle Preisverleihung soll am 1. Dezember in Stockholm, Schweden stattfinden.

Der Right Livelihood Förderfonds

Ein Standbein für den Right Livelihood Award ist der gleichnamige Fonds, der 2009 innerhalb der „Dachstiftung für individuelles Schenken“ in der GLS Treuhand gegründet worden ist. Die dort eingehenden Spenden machen einen wichtigen Teil des Preisgelds aus. Die Familie von Uexküll, die hinter dem Fonds steht, hatte zu dem Zeitpunkt eine Möglichkeit gesucht, Gelder im Sinne ihrer Stiftung anzulegen und das Spenden in Deutschland einfach möglich zu machen.

Mehr zur Dachstiftung für individuelles Schenken

 

Preisträgerin Marthe Wandou, Rechte Right Livelihood
Preisträger Vladimir Slivyak, Rechte: Right Livelihood/ Alexey Milovanov
Preisträgerin Freda Huson, Rechte: Michael Toledano
Die Legal Initiative for Forest and Environment (LIFE) bei der Arbeit, Rechte: Ankit Kumar

Ihr Kontakt

LEITUNG KOMMUNIKATION

Sven Focken-Kremer


+49 (0)234 5797-5352
sven.focken-kremer@gls-treuhand.de

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