Mit der Dachstiftung für individuelles Schenken hilft die GLS Treuhand Menschen dabei, ihr gemeinnütziges Engagement in Form von Stiftungsfonds ohne großen bürokratischen Aufwand in die Tat umzusetzen. Waren es vor rund zehn Jahren noch 66 Stiftungsfonds, so sind es Ende 2019 bereits 138.

 

Sie alle tragen zu einem erheblichen Teil zur Vielfalt an Themen und Menschen in der GLS Treuhand bei. Begonnen hat die Dachstiftung für individuelles Schenken im Jahr 2000 mit einem damaligen Volumen von 55 T DM. 2019 wies das Stiftungsvermögen der Dachstiftung für individuelles Schenken ein Gesamtvolumen von rund 56,6 Mio. Euro auf (Vorjahr: 49,8 Mio. Euro).

Einer der ersten Stiftungsfonds existiert noch heute: Siegfried Pickert, einer der drei Begründer der Anthroposophischen Heilpädagogik, stiftete in seinem 102. Lebensjahr den Siegfried & Helene Pickert Stiftungsfonds. Dieser fördert u.a. die Ausbildung junger Menschen – vornehmlich aus Ländern, die sich in Entwicklung befinden – zu heilpädagogischen Fachkräften.

Aber auch wenn ein Fonds – was regelmäßig vorkommt - aufgelöst wird, ist das ein gutes Zeichen: Einige Stiftungsfonds sind als „Verbrauchsstiftung“ mit dem Ziel gegründet worden, ihr Stiftungsvermögen gemäß der jeweiligen Satzung für gemeinnützige Ziele aufzubrauchen.

Ihr Kontakt

LEITUNG STIFTUNGSBETREUUNG

Alexandra Zyzik


+49 (0)234 5797-5135
alexandra.zyzik@gls-treuhand.de

Wir begrüßen 2019 herzlich zwölf neue Stiftungsfonds und ihre Stifter*innen, darunter:

Der Leitgedanke des Stiftungsfonds ist die Achtung vor dem Leben nach A. Schweitzer, die wertschätzende Haltung im Umgang mit- und untereinander, mit der Natur und allen Lebewesen in einer inneren Haltung der Achtsamkeit und des Verständnisses des Interseins nach Thích Nhất Hạnh sowie die Gewaltfreie Kommunikation® nach Marshall Rosenberg. Der Fonds soll an der Potentialentfaltung des Einzelnen mitwirken und somit zur Neugier auf das Leben und einer Verbindung untereinander beitragen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Die Selbstverantwortung und -wirksamkeit des Einzelnen sollen ebenso gestärkt werden wie das kritische Hinterfragen bestehender Strukturen. Dabei stehen Projekte in den Bereichen Natur und Landschaft, Bildung, Artenvielfalt und Tierschutz im Fokus. Aber auch Initiativen zu LGBTIQ+ und des unabhängigen und mutigen (Foto)Journalismus.

Der Stiftungsfonds „Mirai: Gestalte ein besseres Morgen“ setzt sich für die Rettung der Natur ein. Hierbei stehen der Mensch und insbesondere seine Haltung zu seiner Umwelt, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst im Vordergrund. Ob Ökologieprojekte, die Unterstützung diverser Lebensformen und Bildungsvorhaben oder die Förderung der buddhistischen Lebensweise – Ziel ist das Reinwerden des Geistes und das Erkennen von Selbstverantwortung als begehbarer Weg, den Menschen in seiner Haltung zur Natur zu bestärken.

Die „Sommerblut Foundation“ fördert kulturelle Vielfalt und Teilhabe unterschiedlichster Gruppen unserer Gesellschaft, unabhängig von körperlicher oder geistiger Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, sexueller Identität, Geschlecht und Religion. Mit der Überzeugung, dass Begegnung Verbindung schafft, unterstützt die Sommerblut Foundation Projekte aus den Bereichen Tanz, Musik, bildende Kunst, Performance sowie Theater und Literatur. Viele dieser Projekte stammen aus dem Kölner Kulturfestival „Sommerblut“, dessen langfristige Sicherung und künstlerische Weiterentwicklung ebenfalls ein Anliegen der Stiftung ist.

Die Stifterin dieses Stiftungsfonds möchte sich für die Bewahrung der Schöpfung und den Erhalt der Natur für nächste Generationen sowie für eine transparente Demokratie einsetzen. Dazu sollen neben Hilfsprojekten für geflüchtete Menschen im Schwerpunkt Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden, die sich für emanzipatorische Bildung und eine ganzheitliche, auch medizinische Gesundheitsversorgung, insbesondere in Afrika (Subsahara, z.B. Uganda, Kongo) und Lateinamerika engagieren.

Der Stiftungsfonds „Heilwig“ ist aus dem persönlichen Erleben gegründet, dass Menschen mit Behinderung, insbesondere mit einer geistigen, an ihrem Lebensende noch zu wenig palliative Versorgung und Begleitung erfahren, die ihnen laut Gesetzgebung jedoch zustehen WÜRDE. Damit ein Leben bis zuletzt in vertrauter Umgebung – zumeist in einer Einrichtung – zur Selbstverständlichkeit wird, setzt sich der Stiftungsfonds für die Implementierung und den Ausbau von Palliative Care in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land ein. Dabei wird gemeinsam mit dem Netzwerk Hospiz in Traunstein das Ziel verfolgt, dass Menschen mit Behinderung am Lebensende in diesem Versorgungsnetz ihren würdigen Platz finden.

Die „Stiftung EssbareWildpflanzenParks“, kurz Ewilpa® setzt sich für den Aufbau und den Betrieb von Sammelmöglichkeiten ein, damit sich die Bevölkerung in siedlungsnah gelegenen essbaren WildpflanzenParks mit hochwertigen Lebensmitteln durch das Pflanzen von essbaren Kräutern, Stauden, Sträuchern und Bäumen selbst versorgen kann. Die ersten beiden Ewilpas® in Bayern und Niedersachsen sind mittlerweile eröffnet, der dritte Park folgt 2021 in Nordrhein-Westfalen. Weitere Projekte sind am Entstehen, die mit Hilfe der Plattform des Stiftungsfonds realisiert werden können.

Die „Wunderkammer Stiftung“ fördert bevorzugt Initiativen in den Bereichen der Kunst und Kultur, der Erforschung und Erhaltung natürlicher Grundlagen sowie der Völkerverständigung. Die Wunderkammern des 15. bis 18. Jahrhunderts werden Inspiration für die Stiftungstätigkeiten im Heute sein, denn dort wurden seinerzeit die unterschiedlichsten Artefakte und Naturalia gesammelt und präsentiert. Dies diente der Welterkenntnis, der Erweiterung des Wissens und dem Austausch mit anderen Interessierten.

Die gesellschaftliche Teilhabe für alle steht im Mittelpunkt und ist das zentrale Thema der „Stiftung für Teilhabe, Kultur und nachhaltige Entwicklung“. Die Stiftung unterstützt die Vision, dass für alle Menschen die Möglichkeit bestehen sollte, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie möchte Begegnung zwischen Menschen schaffen, um Barrieren und Grenzen zu überwinden, welche die Teilhabe von Menschen am gesellschaftlichen Leben erschweren oder verhindern.

Das Hauptanliegen der „Hannes Malte Mahler – Stiftung“ ist die Förderung von Kunst und Kultur zur Pflege und Bewahrung des künstlerischen Nachlasses von Hannes Malte Mahler. Hannes Malte Mahler war ein in Hannover lebender Diplomkünstler, dessen Werk u.a. Zeichnung, Malerei, Illustration, Skulptur, Installation, Performance und Fotografie umfasst. Seine Bilder und Performances wurden in ganz Deutschland und u.a. in Italien, Schweden, den USA und Japan gezeigt. Er schuf mehr als 1.000 Gemälde, zigtausende Zeichnungen und Fotografien. Der Verein feinkunst e.V. zeigt seine Werke und die anderer noch lebender Künstler*innen in regelmäßigen Ausstellungen und erstellt ein Werkverzeichnis.

„Hoffnungsdünger“ ist ein Stiftungsfonds, der aus dem christlichen Glauben motiviert ist und der Bewahrung der Schöpfung dient. Dem Gründungsstifter ist es ein wesentliches Anliegen, dass Menschen mit den Lebewesen und Ökosystemen in ihrer Umgebung vertraut werden und konkrete, verantwortungsvolle Schritte zu ihrem Schutz unternehmen. Er unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für alltägliche Aufgaben und fördert die Erprobung und Verbreitung von Lebensstilen, die angesichts begrenzter Ressourcen zukunftsträchtig sind. Darüber hinaus unterstützt er die inhaltliche Arbeit an einer christlichen Haltung der Schöpfungsverantwortung. Im besten Fall soll das vielen Menschen Hoffnung machen!

Der Stiftungsfonds setzt sich besonders im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit für eine ganzheitliche Hilfe zur Selbsthilfe ein, um Grundlagen für ein selbstständiges Leben in Würde zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die emanzipatorische Bildung von Frauen und Kindern und eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung, insbesondere in Asien. Die Förderschwerpunkte gehen mit dem Gedanken einher, dass unsere Ressourcen endlich sind und bei Förderaktivitäten der Umwelt- und Ökologieaspekt zu beachten ist.

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Jahresbericht 2019

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